BALI - die Insel der Götter und Dämonen

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Wolfgang Moning
Sachsenweg 47
32609 Hüllhorst
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       Indonesien 

  • 17.500 Inseln, davon 6.000 bewohnt

  • 240 Millionen Bewohner

  • 250 Volksgruppen mit je eigenen Sprachen und Dialekten

  • Indonesien ist ein Land wie ein Puzzle

Indonesien ist ein Vielvölkerstaat. Das künstliche politische Gebilde ist ein Erbe einer langen Kolonial- und Eroberungszeit. Seit Anfang des 16. Jahrhunderts versuchten Europäer, die Herrschaft über Indonesien an sich zu reißen. Trotz der großen Entfernung (um Afrika herum!) waren die Portugiesen gekommen. Ihr Interesse galt weniger der Politik als den Schätzen des Landes: Gold, Gewürze und Sklaven nahmen sie mit. 100 Jahre später kamen die Holländer und blieben, es entstand ihre erste Kolonie Niederländisch-Indien. Im Zweiten Weltkrieg eroberte Japan das Gebiet.

Der größte Inselstaat der Erde - 214 Millionen Einwohner, viertgrößte Nation der Welt - verteilt sich auf 17.508 Inseln (davon sind 6.000 bewohnt) mit insgesamt mehr als 80.000 km Küstenlänge und erstreckt sich über gut 5.000 km Länge beiderseits des Äquators. Das Wort Indonesien kommt von indus (lat.) für Indien und nesos (griech.) für Insel.

Ein sehr verbindendes Element für die verschiedenen Volksgruppen mit insgesamt rund 250 Sprachen und Dialekten ist die einheitliche Sprache Indonesisch (Bahasa Indonesia).

Das Klima Indonesiens ist tropisch mit relativ gleich bleibenden Temperaturen um 27 Grad C (in Meereshöhe). Die Niederschläge werden vor allem durch die Monsunwinde hervorgerufen; dabei fallen im westlichen Teil des Archipels (Sumatra) ganzjährig hohe Niederschläge, während im östlichen Teil (Bali usw.) der Südwest-Monsun (März-Oktober) relativ trocken ist, da die herangeführten Luftmassen aus dem trockenen Australien stammen und nur wenig Feuchtigkeit aufnehmen konnten.

Klimatabelle
Monat 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
Min. Temp °C 23 23 23 23 23 23 23 23 23 23 23 23
Max. Temp °C 29 29 30 30 31 31 31 31 31 31 30 30
Feuchtigkeit % 84 84 83 81 80 80 77 75 75 76 79 81
Regentage 13 12 5 6 6 8 7 6 6 8 9 11

Bei den monatlich angegebenen Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte die sich aus einem Beobachtungszeitraum heraus errechnet haben. Nachdem die Wetterlage durch vielerlei Einflüsse ständigen Veränderungen unterworfen ist, können die Angaben nicht als absolut betrachtet werden, sondern sollen eine relative Klimaeinschätzung innerhalb der Monate wiedergeben. Das aktuelle Klima in Ihrem Reiseland erfahren Sie im Internet bei verschiedenen Wetterservice Einrichtungen.

Ganz Indonesien ist vulkanisch geprägt und dadurch sehr gebirgig, Flora und Fauna sind. Quer durch das Land läuft die Wallace-Linie, die biologisch Asien und Australien trennt. Indonesien ist reich an Bodenschätzen, z. B. Erdöl, Uran, Zinn, Bauxit, Kupfer und Nickel. Hier liegen 1/5 der Weltreserven von Kohle, Erdöl und Erdgas.

General Sukarno, der erste Präsident Indonesiens, und Mohammad Hatta, sein Vizepräsident, waren die prominentesten Vertreter der indonesischen Unabhängigkeitsbewegung, die seit den 1920er Jahren die Ablösung der niederländischen Kolonialregierung durch einen unabhängigen Staat anstrebte. Nach Sukarno, der 1927 die Partai Nasional Indonesia (Indonesische Nationalpartei, PNI) gründete, wurde auch Hatta bald zu einem der einflussreichsten Verfechter der Ziele der PNI. Gemeinsam gingen Sukarno und Hatta ins Exil und gemeinsam erklärten sie am 17. August 1945 einseitig die Unabhängigkeit der neu geschaffenen Republik Indonesien. Erst am 27. Dezember 1949 akzeptierten die Niederlande die Unabhängigkeit Indonesiens.

Der Übergang der Regierungsherrschaft vom Staatsgründer General Sukarno auf seinen Nachfolger,  General Suharto, wurde 1965 von einer unvorstellbaren "Kommunisten"-Hetzjagd mit bis zu einer Million Toten begleitet. Allein auf Bali wurden 100.000 Menschen von ihren eigenen Landsleuten umgebracht. Dieses dunkelste Kapitel der Geschichte Indonesiens ist eigentlich bis heute nie aufgearbeitet worden. Nach Sukarnos Sturz im Jahr 1966 erhielt Mohammad Hatta das Amt eines Beraters des neuen Präsidenten Suharto, während Sukarno selbst unter Hausarrest gestellt wurde.

Bis 1998 nutzten Suharto und seine Familie ihre Macht und Einfluss aus, um sich selbst und ihre Freunde unvorstellbar zu bereichern; Transparency International spricht von 35 Milliarden US-Dollar. Laut Transparency International gehört Indonesien heute zu den Ländern, bei denen Korruption ein beängstigendes Hindernis für eine nachhaltige Entwicklung darstellt und zu einem gewaltigen Verlust öffentlicher Mittel führt, die dringend für die Bildung, das Gesundheitswesen und die Armutsbekämpfung benötigt werden. Man kann nur hoffen, dass der jetzige Präsident, Susilo Bambang Yudhoyono, in seinen Bemühungen gegen die Korruption erfolgreich sein wird.

Um eine Gleichberechtigung der verschiedenen Volksgruppen Indonesiens in ihrer Eigenart zu ermöglichen, verfasste die indonesische Regierung die Pancasila, das sind fünf Prinzipien, die Grundlage der indonesischen Verfassung, die mit der Unabhängigkeit Indonesiens zur Staatsphilosophie erklärt wurden:

  • Glaube an einen Gott

  • Zivilisation und Gerechtigkeit

  • Die Einheit Indonesiens

  • Demokratie

  • Soziale Gerechtigkeit für das ganze indonesische Volk

  • Indonesien ist das größte islamische Land der Welt: 87 Prozent der Bevölkerung sind Muslime (Suniten). Danach folgen Christen (zehn Prozent), Hindus (zwei Prozent, vor allem auf Bali), Buddhisten und Taoisten (ein Prozent) sowie Konfuzianer und - in den entlegenen Gebieten - Anhänger von Naturreligionen (Animisten). Die seit der Unabhängigkeit gültige Staatsphilosophie Indonesiens beruht auf der "harmonischen Eintracht" zwischen den Religionsgemeinschaften Islam, katholisches und protestantisches Christentum und Buddhismus. Trotz des überwältigenden Anteils von Muslimen ist Indonesien kein islamisches Land, keine Theokratie (Gottesherrschaft), sondern eine Demokratie.

    Das südostasiatische Inselreich ist grundsätzlich bekannt für seine weltoffene Auslegung des Islam. Der Islam in Indonesien ist im internationalen Vergleich ausgesprochen liberal; die überwiegende Mehrheit der Muslime dort grenzt sich deutlich vom Fundamentalismus ab. Harmonie ist landesweit eines der höchsten Erziehungsziele. Doch gibt es hier eine Handvoll militanter Gruppen, die das Gesamtbild durch Terroranschläge und lautstarke Parolen trüben. Die Insel Bali, eine hinduistische Enklave inmitten von über 190 Millionen indonesischen Moslems, ist selbst zum traurigen Symbol dieses indonesischen Islamismus geworden: Im Oktober 2002 zündeten Terroristen im Touristenmekka Kuta gleichzeitig mehrere Bomben. 202 Menschen kamen ums Leben – der bisher schlimmste Anschlag in der indonesischen Geschichte. Als Täter wurde die Jemmah Islamiyah (JI) verantwortlich gemacht, eine lokale Gruppierung, die mit Osama Bin Ladens al Qaida in Verbindung stehen soll.

    Seit langem schwelen Spannungen zwischen den verschiedenen Volksgruppen. Gewaltsame Auseinandersetzungen, Unabhängigkeitskämpfe bis hin zu Bürgerkrieg sind in einigen Teilen des Landes Normalität. Auch die Religionszugehörigkeit spielt dabei manchmal eine Rolle.

    Erheblichen Anteil an den Spannungen im Land haben die staatlichen Umsiedlungsprogramme (Transmigrasi). Seit der Kolonialzeit werden Bewohner des dicht besiedelten Kerngebiets Java und Bali auf andere Inseln umgesiedelt. In nicht wenigen Fällen führen diese Umsiedlungen zu Konflikten zwischen den staatlich subventionierten Zugezogenen und der einheimischen Bevölkerung. Zudem wirft man der Umsiedlungspolitik vor, der Umverteilung von Macht und Einfluss zu dienen. Speziell Gebiete mit bislang christlicher Bevölkerungsmehrheit werden durch den Zuzug muslimischer Umsiedler in der Bevölkerungszusammensetzung stark verändert.

    Ausschreitungen entzünden sich auch immer wieder an der Rolle der christlichen Mission bzw. der muslimischen Da'wa ('Einladung'). Gerade die christliche Mission wird an vielen Orten als unerlaubte Einmischung in die religiösen Angelegenheiten der Bevölkerungsmehrheit empfunden.

    Regierung und Militär reagieren auf die Konflikte und Unabhängigkeits-Bestrebungen mit Härte.

    Noch ein paar Zahlen zur jüngeren Geschichte:

    1998-1999 Nach der Entmachtung von General Suharto übernimmt Bacharuddin Jusuf Habibie (*1936) - bis dahin Vice-Präsident - das Amt des Staatspräsidenten.
    20. Okt. 1999 Abdurrahman Wahid ('Gus Dur',*1940) wird erster frei gewählter Staatspräsident Indonesiens.
    Juli 2001  Megawati Sukarnoputri (*1944), Tochter des Staatsgründers Sukarno, wird neue Staatspräsidentin.
    20. Mai 2002 Osttimor erhält die Unabhängigkeit (República Democrática de Timor-Leste).
    12. Okt. 2002 Islamistischer Terroranschlag auf der hinduistisch geprägten Touristeninsel Bali (über 200 Tote, schwerer Einbruch des Tourismus für viele Jahre).
    2004 finden erstmals direkte Präsidentschaftswahlen statt, und Ex-General Susilo Bambang Yudhoyono (*1949) wird am 20. Okt. Präsident der Republik Indonesien.
    26. Dez. 2004 Durch ein Seebeben vor der Nordspitze Sumatras und eine verheerende Flutwelle kommen vor allem an der Küste der Provinz Aceh über 130.000 Menschen ums Leben.

     

    Zum Tod des ehemaligen Präsidenten Mohammed Suharto am 27. Jan. 2008 finden Sie unter News einige von Watch Indonesia zusammengestellte Pressemeldungen. Sie erhalten dort auch viele Informationen über die Entwicklung Indonesiens in den vergangenen Jahren.

     

    Quellen:
    http://indonesien.adlexikon.de (Indonesien)
    www.auswaertiges-amt.de

    http://de.wikipedia.org/wiki/Niederländisch-Indien#bis_zum_16._Jahrhundert
    http://home.snafu.de/watchin
    http://www.transparency.de

    Quelle der Landkarte: WorldAtlas.Com. http://www.worldatlas.com/webimage/countrys/asia/idlarge.htm
    Quelle der Klimatabelle: http://www.fit-for-travel.de/index.jsp


     

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